deutschрусскийenglishfrançaise
22.11.2006

Feldtage 2006

Zoom

Wir haben unsere Feldtage „auch“ unter das Motto „ Alles in Zucker „ gestellt und möchten hinter dieses Motto ein kräftiges Ausrufezeichen setzen.
Wir bringen mit diesem Motto unsere Überzeugung zum Ausdruck, dass die Landwirtschaft eine Zukunft hat.
Landwirtschaft wird es immer geben, folglich wird es auch immer einen Bedarf an Landmaschinen geben. Wie andere Wirtschaftsbereiche, hat sich auch die Landwirtschaft notwendigen Anpassungsmaßnahmen nicht entziehen können.
Das war bis heute so und wird sich auch in Zukunft nicht ändern.
Veränderungen in der Landwirtschaft und sich daraus ergebende neue Anforderungen waren stets Ausgangspunkt für die Entwicklung neuer Maschinen und landtechnische Verfahren.

132 Jahre Tradition bestätigen Erfahrungswerte, die seit dem Gründungsjahr 1874 mit der Historie der Firma Franz Kleine in Salzkotten und mit dem Verkauf von Landmaschinen beginnen.

Im Jahreswechsel 1947/48 entstand eine selbstständige Maschinenfabrik, die mit der Fabrikation von Vielfachgeräten, Kartoffellegemaschinen und Zuckerrübenerntemaschinen begann. Die heutige Bezeichnung als „ Pionier der Zuckerrübentechnik “ ist ein Ergebnis
aus den entscheidenden Impulsen, für die Entwicklung der Landtechnik im Zuckerrübenanbau.
War es 1942 die lenkbare Rübenrodevorrichtung als Zusatzgerät zum Schleuder- Kartoffelroder, so wurde 1946 mit dem „Rübenmeister“ die Möglichkeit geschaffen, die mit der gezogenen Rodegabel aus dem Boden gehobenen, zuvor geköpften Rüben über eine seitlich angebaute Reinigungstrommel im Querschwad abzulegen.
1954 wurde der Querschwad- Köpfroder herausgebracht, bevor 1960 der
Bunker- Köpfroder den „Traum von einem Vollernter“ Wirklichkeit werden ließ.
Der Schritt weiter ging dann hin zur einreihigen „ Kleine- Automatik“,
dem Köpfrodebunker der heute noch in einigen Betrieben seinen Dienst tut.
Zur Aussaat einkeimigen Saatgutes wurde 1959 die Einkorndrille „ IR2“ gebaut und später als „Unicorn“ weiterentwickelt und in großer Serie gebaut und vertrieben.

In diesen letzten Jahren hat sich ein rasanter Wandel von der einreihigen hin zur mehrreihigen Technik vollzogen. So wurden im Jahre 1991 keine einreihigen gezogenen Geräte mehr produziert.
Die zweireihige gezogene Maschine KR2 ist nach der Markteinführung in 1990/91, ab 1992 in Produktion gegangen.

Der seit 1975/76 in den Markt eingeführte, geschobene Köpfroder KR6 E hat seinen Weg für die Einführung des mehrreihigen Verfahrens geebnet und war Ende der 80iger bis Anfang der 90iger Jahre Haupt- Umsatzträger. 80 Prozent dieser
6- reihigen Systeme wurden mit Ladebunker ausgeliefert. Die weiterentwickelten Baureihen KR6 II und KR6 III rundeten das 2-phasige Erntesystem ab. Die von Kleine produzierten Ladebunker wie LZB, LB 8 und LB 12, wurden bis 1986 produziert.
Ab 1987 wurde über eine Vertriebskooperation mit der Firma Bleinroth deren Ladebunker LB 13 und LB 20 mitvertrieben.
In geringen Stückzahlen, überwiegend für den Export in die Benelux, wurde das getrennte Verfahren K6 / R6 hergestellt. Der Überlader L6, ist seit Ende der 70iger Jahre in geringen Stückzahlen im Markt.

Die 90iger Jahre waren im Blickpunkt auf die Rübenerntetechnik dadurch gekennzeichnet, das hier die Wende zur selbstfahrenden Erntetechnik vollzogen wurde, zumindest was den deutschen Markt betrifft, in anderen Märkten, wie z. B. Frankreich geschah das schon früher.


SF 10-2

Um den Anforderungen des Kunden gerecht zu werden, haben wir einen selbstfahrenden Zuckerrübenvollernter entwickelt, welcher sich von denen im Markt befindlichen Wettbewerbern deutlich unterscheidet.
Nach erfolgter Test- und Versuchsphase präsentierten wir die ersten in Serie gebauten Maschinen Typ SF 10 1994 dem Markt.
Die Maschine mit einem Eigengewicht von ca. 16 t und einem Zwischenbunker von
10 t wurde von den Kunden sehr gut angenommen.
Das Erntekonzept NON-STOP 6-reihig roden und bunkern wurde bis heute stetig zusammen mit den Praktikern weiterentwickelt.
Gebaut wurden in dem Zeitraum von 1994 bis einschließlich 2006
900 Maschinen, die flächendeckend auf den Zuckerrübenfeldern der Welt im Einsatz sind.
Auf diese produzierte Stückzahl innerhalb von 12 Jahren bestätigt sich die Kundenakzeptanz für dieses Ernteverfahren – heute Typ SF 10-2.
Folgende Merkmale zum technischen Stand SF 10-2 möchten wir Ihnen jetzt vorstellen:

Der Kombinationshäcksler von KLEINE ist der erste im Markt, der konventionell oder integral die Blattverteilung zulässt. Der Integralhäcksler hat seit längerem eine zunehmende Bedeutung im Markt gewonnen. Aus Erfahrung in der Praxis wurde erkannt, dass bei starkem Unkraut, überdurchschnittlichem Blattbewuchs die Notwendigkeiten gegeben sind, das Blatt seitlich außerhalb der Arbeitsbreite auf das schon abgeerntete Feld zu verteilen. Beide Varianten der Blattverteilung garantieren eine sehr gute Rodequalität.

Roder:
dass linear seitenbewegliche Polderschar wurde zwecks Verbesserung der Stand- und Rüstzeiten weiterentwickelt. Zwei Koppelstangen pro Scharkörper gewährleisten unter allen Rodebedingungen mechanische Stabilität und ein schonendes verlustfreies Ernten im Scharbereich. Die Exzenterlager „heute“ bestehen aus einem Gehäuse mit Tonnenlager und Simmerringe als zusätzliche Abdichtung.

Zur Reinigungsstrecke:
Die Kombination Walzengang / Siebräder in Verbindung mit den gefederten Außenverkleidungen haben sich über Jahre bewährt und sind modern geblieben.
Der Umlaufelevator, ausgestattet mit Kunststoffmitnehmern, sorgt mit einer geringen Fallhöhe für einen schonenden Übergang der Rübe in den Bunker. Der Bunker ist in seiner Größe von 15 m³ so geblieben. Neu ist serienmäßig das um ca. 300 mm verlängerte Überladeband. Alle Aggregate des SF 10-2 sind elektro-hydraulisch angetrieben und von der Claas Komfortkabine aus bedienbar.

Die Nebenantriebe werden im offenen Kreislauf von Zahnradpumpen mit Oel versorgt.
Im geschlossenen Hydrauliksystem werden Köpfer und Roder von einer Axialkolbenpumpe kraftvoll angetrieben.
Der Fahrantrieb hat eine erweitere Axialkolbenpumpe in Verbindung mit einem druckabhängigen Verstellmotor auf der Hinterachse, welcher aus Erkenntnissen neuester Antriebstechnik übernommen wurde. Der Abgleich mit dem Konstantmotor auf der Vorderachse ist dadurch stabiler. Die neue LS- Hydraulikpumpe im SF 10-2 steuert nach Leistungsbedarf auch bei widrigsten Einsatzverhältnissen folgende Elemente automatisch in die optimalen Geschwindigkeiten:

• die Tiefenautomatic
• den Autopilot
• den Umlaufelevator
• die Bunkerbefüllschnecke
• Vorgeschaltet sind Lenkung und Bremse

Motor:
Den Herzschlag bekommt der intelligente Alleskönner von dem leistungsstarken
12 Liter – VOLVO-Penta Motor TWD 1240 VE mit 6 Zylinder in Reihe, neuem Einspritzsystem Pumpe / Düse und BUS - gesteuertem Motorenmanagement. Der Motor hat 370 PS und das bei max. 1700 U/min. Diese moderne Konzeption garantiert eine Dieseleinsparung bis zu 25 % gegenüber dem Vorgängermodell und erfüllt außerdem die EG-Richtlinien.
Die neue Zentralelektrik wird mit 24 Volt versorgt und garantiert eine sichere Stromversorgung für die gesamte Systemsteuerung bis hin zu den Arbeitsscheinwerfern.

Daten über den Betriebszustand der Maschine werden sichtbar dargestellt. Kritische Betriebswerte werden optisch und akustisch gemeldet. Die neue proportional gesteuerte Lenkeinheit bietet einen einsatzsicheren Fahrkomfort während der Feldarbeit. Bei Wendemanövern z. B. auf der Vorgewand ist automatisch die Allradlenkung aktiviert.
Die Komfortkabine ist geräuscharm, fahrerfreundlich und bietet eine gute Rundumsicht. Dieselbe kann auf Wunsch mit Klimaanlage ausgerüstet werden. Der SF 10-2 ist serienmäßig mit einer Beka - Max Zentralschmieranlage ausgerüstet, welche dosiert 156 Schmierstellen mit Fett sicher versorgt. Das alles bedeutet, mit dem SF10-2 präsentiert Firma KLEINE Ihnen eine Maschine mit großer Leistung in allen Bereichen:

• hohe Flächenleistung durch NON-STOP roden
• wirtschaftlich durch günstigen Anschaffungspreis
• gesteigerte Ernteleistung durch variable Arbeitsbreiten einstellbar
aus der Kabine
• hohe Einsatzsicherheit durch kontrolliert einstellbare Aggregate
während der Arbeit
• hohe Wendigkeit, kurzer Radstand, Allradlenkung am Vorgewende
• geringer Bodendruck durch geringes Maschinengewicht
• optimale Erntequalität durch intensive Reinigung bei gleichzeitig schonender Rübenbehandlung
• geringe Rüstzeiten durch elektro-hydraulische Bedienung
• niedrige Nebenkosten durch übersichtlich , servicefreundlich
angeordnete Baugruppen


LS 18 II

Zu den leistungsfähigen „ Non-Stop „ Ernteverfahren gehört das Anlegen der Mausgerechten Rübenmieten.

Bei vielen Schlag- und Wegestrukturen bedeutet dieses für den Zuckerrübenvollernter einen Hohen Zeitverlust, die optimale Feldrandmiete zu erstellen. Deshalb ist bei Investitionen zu überlegen, Systemfahrzeuge zur optimierten Mietenanlage einzusetzen.
Das Systemfahrzeug übernimmt die Zuckerrüben während der Fahrt von dem Vollernter und steigert die Leistung des 6- reihigen Köpfrodesystems bis zu 30 %. Die Wirtschaftlichkeit des Systemfahrzeuges rechnet sich schon ab einer Leistungssteigerung des Ernteverfahrens um
20 %.
Unsere Kundengerechte Antwort lautet LS 18 II als leistungsfähiges Systemfahrzeug mit geringem Eigengewicht und vernünftiger Nutzlast.
Der LS 18 II wird Schlepperangehängt und bietet mit eigener Hydraulikanlage und elektrischer Bedienung einen einfachen Komfort.

Die Vorteile sind:

• Der lange seitlich angeordnete Ausleger garantiert das Anlegen einer hohen Mausgerechten Rübenmiete.
• Seitliches Anfahren verhindert Spuren innerhalb der Rübenmiete.
• Ein zusätzlicher Reinigungsefekt wird durch den Längskratzboden, die Förderschnecke und dem Entladeband erzielt.
• Fassungsvermögen 26 m³
• Große Bereifung 800 / 65 R 32
• Weitere optionale Ausrüstungen auf Anfrage.


RL 200 SF

Abgerundet wird die Produktpalette der Firma Franz Kleine durch das selbstfahrende Reinigungs-und Verladesystem RL 200 SF. Wir präsentieren Ihnen mit dem RL 200 SF eine Maschine, welche wirtschaftlich, einsatzsicher, robust und eine spitzen Verladeleistung vorweisen kann. Die Aufnahme besteht aus einem dreigeteilten Tisch mit einer Arbeitsbreite von 8.00 Metern. Mit Finger- und Sternwalzen werden die Rüben schonend aufgenommen und über horizontal liegende, gegenläufige Walzen zur Mitte gefördert.
6 Längstförder- und Reinigungswalzen übernehmen den Weitertransport der Rüben.
Der restliche Schmutzbeisatz wird über Elevatorbänder mit entsprechenden Fallstufen abgesiebt. Die Ladeleistung kann je nach Verschmutzungsgrat der Rüben bei 300 t / h liegen. Das serienmäßige 13,20 m lange Überladeband sorgt für ein professionelles Verladen. Die Claas Komfortkabine bietet einen geräuscharmen Arbeitsplatz mit gut zugänglichen Bedienelementen wie Terminal und Multifunktionshebel.

Das durchdachte Fahrwerk in seiner kompakten übersichtlichen Bauweise hat mit dem im Heck angebauten Mercedes Motor einen niedrigen Schwerpunkt und ist somit unter allen Bedingungen einsetzbar. Der hydraulisch stufenlos regelbare Fahrantrieb ist ausgestattet mit mechanischen Allradantrieb und pneumatisch zuschaltbarer Differenzialsperre.
Der 6 Zylinder Mercedes-Benz Motor mit 325 PS entspricht der Euro Norm 3 und ist mit dem Verbrauch von 2,1 l pro 25 Tonnen verladenen Rüben extrem sparsam. Die Überwachung der Tischführung, Bandspitze und Rückwärtsfahrt erfolgt über je eine Kamera und informiert den Fahrer in der Kabine über einen Flachbildmonitor. Das einsammeln der Restrüben am Mietenende übernimmt die rotierende Einzugswalze, welche mit dem Multifunktionshebel gesteuert wird. Die Zentralschmieranlage ist selbstverständlich Serie. Als Option bieten wir eine Wiegeeinrichtung sowie die Klimaanlage an.


Diagnose von Innen

Elektronik spielt bei den neuen, hoch technisierten Ernte- und Verlademaschinen
eine zentrale Rolle. So ist der Laptop aus der Werkstatt heute genauso wenig wegzudenken wie der traditionelle Werkzeugkasten.
Für die unterschiedlichen Anforderungen in der Ernte sind die neuen Maschinentypen mit elektronischen Kontrollmodulen bestückt.
Je höher technisiert die Maschinen sind, desto hochkräftiger müssen auch die Werkzeuge und Geräte für Reparatur und Wartung sein.
Das Ziel ist dabei wie immer, die Ausfallzeiten möglichst gering zu halten.
Mit der elektronischen Diagnose-Software kann der Service- Techniker sozusagen in die Maschine hineinschauen. Das funktioniert ähnlich wie bei Menschen, die an medizinische Geräte angeschlossen werden, um zum Beispiel Blutdruck oder Herzfrequenz zu messen und so Anhaltspunkte über die Krankheit zu bekommen.
Ähnlich können mit der elektronische Diagnose- Software Probleme schnell identifiziert und behandelt werden. Darüber hinaus werden damit Automatikfunktionen neu programmiert, um Neuerungen und Änderungen auf Knopfdruck zu übernehmen.
Je nach Ausstattung werden Getriebe, Hubwerk, Kraftstoffeinspritzung, Steuergeräte und die Lenkung elektronisch geregelt.
Bei elektronischer Diagnose- Software wird der Laptop an die Diagnose- Steckdose in der Kabine angeschlossen. Jetzt kann der Service- Techniker eine Unzahl von Daten zur Erkennung möglicher Störungen wie Wackelkontakte, Ausfall eines Elektromagneten oder Platine einsehen. Werden z. B. die Module abgefragt, erscheinen auf dem Bildschirm Angaben zum Öldruck, Motoreinlasstemperatur und Stromversorgung der Elektromagneten. Findet das Programm einen Fehler, gibt es eine entsprechende Meldung aus.
Mit dem Laptop kann man auch die Maschinenkonfiguration wie Endgeschwindigkeitsbegrenzung ändern, oder eine zusätzliche 5. bzw. 6. Funktion melden.
Elektronische Diagnose- Software ist ein großer Kostenpunkt.
Wir setzen einen hohen Service Standard voraus. Das schließt auch die Bereitschaft ein, in Werkzeuge und Schulung zu investieren, damit wir an der Basis einen optimalen Kundendienst bieten können.

weitere Bilder weitere Bilder